Hallo, zusammen,
gestern war unser Treffen, und es war natürlich ein Genuss!
Herbert und seine Mannen haben "unsere" Tische praktikabel zusammengebaut und standen auch für mechanische Feinheiten beim Aufbau bereit. Der Hausmeister kam extra am Sonntag.
Ich setzte mich kurz nach halb sieben ins Auto und holte Anja an einem P & R-Platz bei Appenweier ab. Wir fuhren eine wunderbare, aber durch merkwürdige Ansagen des Navis getrübte Strecke ins Maschenmuseum.
Ich hatte drei Maschinen dabei: eine Flachbettmaschine zur Demonstration, wie man darauf rund strickt, die Heise, von der ich annahm, sie habe einen Fehler und die Rekord, auf der ich stricken wollte.
Kurz nach uns waren dann auch Sabine - Schwester von Marianne - Susi und Veronika da.
Bevor es los ging, starteten wir mit einem opulenten Frühstück. Susi stand mitten in der Nacht in der Backstube und verwöhnte uns mit dem köstlichsten Hefegeback zum Niederknien: Seelen in allen Varianten, runde Hefezöpfe mit Mandelblättchen, Hagelzucker und mit und ohne Rosinen, luftig und auf der Zunge zergehend. Veronika steuerte selbstgemachte Konfitüre bei (danke von meinem Mann, dass ich den Rest mitnehmen durfte), Herbert brachte Butterbrezeln und ich konnte zwei Kuchen beisteuern. Das war in der Nacht vorher noch nicht so klar, denn ein Blitzeinschlag hat den Herd lahmgelegt und der Angetraute - zum Glück hat er Physik gelernt und war daher befähigt und befugt - hat zur Schlafenszeit den Herd noch in Stand gesetzt.
Wie üblich wurde gar nicht mit der Produktion gestartet, sondern wir zeigten uns gegenseitig Techniken. Susi hat eine tolle Abhäkel-Technik drauf. Anja kann jetzt in die Massenproduktion von Stulpen mit Daumenloch und Babyhöschen einsteigen. Bei Sabine und Veronika lugten spannende Projekte aus den Zylindern, ich meine, einen Kniestrumpf gesehen zu haben.
Herbert hat mir erläutert, warum die Heise nicht in den Einstellungen von 1-5 stricken kann: dazu braucht man Zylinder mit viel mehr Nadeln, es liegt nicht am Gerät. Genial, wie er es schafft, die Sachverhalte einleuchtend zu vermitteln.
Zum Stricken kam ich kaum: zum einen hatte ich viele Fragen von Museumsbesuchern an der Flachbettmaschine und am Rundstricker zu beantworten, andererseits testete ich ein wenig an der Mockrib-Socke herum. Merke: wenn man die erste Reihe mit großer Maschenweite strickt, lässt sie sich leichter hochhängen.
Die Zeit ging herum, wie nichts. Dank Veronikas guter Beschreibung und Susis Vorausfahren durch die durch Baustellen verwirrenden Straßen von Albstadt gelangten wir genau dahin, wo wir auch hin wollten, und ich konnte Anja an der Haustür abliefern.
Wir beide stellten fest, dass Strickthemen auch bei langen Fahrten unerschöpfliche Inhalte bieten.
Wir hofften alle, dass wir uns bald wieder sähen, wobei wir Apolda wegen der praktikablen Anreisezeit für geeignet hielten.
Zum Bilder machen bin ich kaum gekommen.
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